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Wichtig: Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität unserer Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Die Baumaßnahmen sind eine Bedrohung für Ihre Gesundheit und den Wert Ihrer Immobilie. Möglicherweise ist es sinnvoll, wenn Sie Ihre Vorgehensweise mit einem fachkundigen Rechtsbeistand abstimmen.

Die Bahn will in Neuostheim das zweite Gleis der östlichen Riedbahn reaktivieren. Weil die Lage des zweiten Gleises dabei teilweise gegenüber dem alten Zustand verändert werden muss, wird die Maßnahme als "Neubau" bewertet. Hieraus folgt, dass ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird und in Neuostheim besondere Lärmschutzmaßnahmen angeboten werden.

Im Rahmen dieses Planfeststellungsverfahrens können Sie Einspruch einlegen, wenn Sie mit den Baumaßnahmen oder dem angebotenen Lärmschutz nicht einverstanden sind oder andere Rechte verletzt sehen. Es gelten folgende Termine und Fristen (ohne Gewähr):
  • Offenlegung ab 11.9.17
  • Ende der Offenlegung 10.10.2017
  • Ende der Einwendungsfrist 23.10.2017

  • Wir sind ein eine Bürgerinitiative aus und für Neuostheim und versuchen, Sie zu informieren und Ihnen zu helfen. Wir unterstützten GESBIM bei der Forderung nach einer Güterzugsumfahrung. Wir verlangen aber primär ausgezeichneten Lärmschutz in Neuostheim unabhängig davon, ob das zweite Gleis reaktiviert / gebaut wird oder nicht. Der Zustand mit der ineffektiven Minilärmschutzwand ist für Neuostheim nicht länger hinnehmbar.

    Wir begrüßen grundsätzlich die für Neuostheim* angebotenen Maßnahmen, verlangen aber folgende Ergänzungen:
    • Die über den Neckar geplante Mauerhöhe von 80cm mag wirtschaftlich korrekt berechnet sein, bringt aber keinen wirksamen Schutz der Menschen am Paul-Martin-Ufer. Wir verlangen eine Verbesserung des aktiven Lärmschutzes auf der Neckarbrücke.

    • Wir befürchten häufige laute und störende Ansagen wie 'Achtung Zug fährt durch' an der S-Bahn-Haltestellle Neuostheim. An der S-Bahn-Haltestelle Neuostheim soll daher auf Lautsprecheransagen verzichtet werden. Dies ist möglich, da die Strecke 'nur' für eine Geschwindigkeit bis 160 km/h ausgelegt ist. Wenn dies nicht möglich ist, sind die Lautsprecheransagen auf das zulässige Minium bzgl. Anzahl und Lautstärke zu beschränken. Zudem ist die Ausrichtung der Lautsprecher dann so zu wählen, dass Wohnbebauung vom Lärm der Lautsprecher entlastet wird.

    • Die Bahn soll auf der 4-Meter hohen Lärmschutzwand zusätzlich einen Lärmspoiler anbringen, weil dieser die Wirksamkeit der Mauer deutlich erhöht.

    • Die passiven Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzfenster sind nicht nur einmalig zu fördern, sondern sollen auch bzgl. der laufenden Instandhaltung und ggf. des altersbedingten Ersatzes gefördert werden.

    • Die Lärmschutzwand soll regelmäßig auf Kosten und Initiative der Bahn optisch instandgehalten werden, zum Beispiel soll Graffiti mindestens halbjährlich komplett entfernt werden.

    • Die Bahn soll regelmäßig Unkraut und Pflanzenwuchs an der Mauer umweltfreundlich (ohne Chemikalien o.ä.) entfernen. Entfernen bedeutet hierbei nicht nur mähen, sondern auch das Mitnehmen und fachgerechte Entsorgen der Grünabfälle.

    • Schäden in den Häusern, die durch Erschütterungen während der Bauphase entstehen, sind durch die Bahn vollumfänglich zu erstatten. Die Bahn hat hierfür ein Verfahren zu implementieren.

    • Während der Bauzeit sind den Anwohnern bei besonders intensiver Lärmbelästigung angemessene Ersatzunterkünfte zur Verfügung zu stellen oder ein entsprechender finanzieller Ausgleich anzubieten.


    * Die Bahn bietet nach unseren Erkenntnissen nur in Neuostheim Lärmschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem zweigleisigen Ausbau der östlichen Riedbahn in Neuostheim an. Wir unterstützen zum Beispiel die Neuhermsheimer Bürgerinitiative BI-NOBL bei ihrer Forderung nach einer Verbesserung des Lärmschutzes in Neuhermsheim. Die Bürgerinnen und Bürger in Neuhermsheim sind von dem Mehrverkehr, der sich durch den Ausbau bei uns ergibt, gleichermaßen betroffen.